Herr Wulfänger erklärt kurz, dass heute das nächste Treffen mit der Fa. con_sens am 7.4.2015 vorbereitet werden soll. Es sollen heute drei Standorte gefunden werden, wo die geplanten „Zukunftswerkstätten“ stattfinden sollen.

 

Frau Tews stellt sich die Frage, wie die Zukunftswerkstätten methodisch durchgeführt werden können. Normalerweise dauern Zukunftswerkstätten drei Tage. Vielleicht könnte man sich für eine andere Methode entscheiden.

 

Herr Kloft wäre auch für eine andere Methode, da die Aufmerksamkeitsspanne bei den Kids „überschaubar“ ist, somit wäre eine Zukunftswerkstatt, evtl. auch nur mit 6 Stunden Länge, nicht machbar. Könnten wir nicht „Zukunftstage“ in Einrichtungen machen? Es müsste ein einheitliches Konzept gefunden werden, welches an verschiedenen Orten gemacht werden kann und man somit Werte aus verschiedenen Einrichtungen bekommt, die insgesamt gesehen den Landkreis gut abbilden.

 

Frau Tews würde dieses Konzept auch auf Schulklassen ausweiten wollen.

 

Frau Müller meint, dass man sich nicht an „Zukunftswerkstätten“ festklammern muss. Man kann Fragebögen verschicken, oder man benötigt verschiedene regionale Anlaufstellen. Wir müssen nicht den Anspruch haben, jedes Kind im Landkreis zu befragen, sondern nur einen praktikablen Weg finden, der halbwegs repräsentativ ist. Uns steht es frei, welchen Weg wir gehen wollen und können.

 

Herr Kloft fragt nach den Entfernungen, die die Kinder/Jugendlichen zurücklegen können, und wie lange kann man mit den Kids konstruktiv arbeiten.

 

Frau Schulz meint, Entfernungen, die mit dem Fahrrad zurückzulegen sind, sind machbar, aber vielmehr geht nicht. Sie ist auch dafür, am Standort bzw. in Schulen diese Veranstaltungen durchzuführen. Und es müsste ein Moderator dabei sein, weil ein Frage-Antwort-Katalog oft schon zu viel ist. Denn wenn die Kinder selber etwas schreiben sollen, wird es oft schon schwierig.

 

Frau Tews erklärt, dass bei einem Fragen-Katalog aber keine Kreativität und keine Phantasie mit im Spiel sind – aber darauf kommt es ja auch an, die Wünsche der Kinder zu kennen.

 

Könnte man parallel nicht noch eine Online-Umfrage dazu schalten? Oder einen QR-Code mit einbauen? Selbst wenn es nur auf einen Fragebogen hinausläuft, wäre der auch online händelbar.

 

Herr Wulfänger ist der Meinung, dass man sich nicht an dem Wort „Zukunftswerkstatt“ festhält, sondern eine praktikablere Lösung gefunden wird, womit man viele Jugendliche ziemlich breit gefächert erreichen. Per Handy erreicht man sicherlich noch mehr junge Leute, aber es muss ja auch jemand machen. Und wir können ja auch viele Standorte zur Befragung einbeziehen, nicht nur Stendal, Havelberg und Osterburg; so werden weniger Kinder ausgegrenzt.

 

Frage an Frau Tews: Würden denn die Studenten die Auswertung übernehmen?

 

Frau Tews kann dazu noch nichts sagen, da ihr Seminar erst Mitte April anfängt. Sie kann aber auch nicht über die Bereitschaft der Studenten verfügen. Die Auswertung ist Sache von con_sens, die machen die Analysearbeiten. Die Studenten könnten aber die Durchführung mit leisten, z. B. Erarbeitung des Konzeptes, Öffentlichkeitsarbeit.

 

Frau Müller ist skeptisch, was die Zeitschiene betrifft, da uns ja die Zeit davon läuft. Das Grundkonzept muss jetzt stehen, und das müssen wir hier entscheiden. Uns geht es jetzt darum, welche Fragestellungen wir von den jungen Menschen beantwortet haben wollen; danach kann man sich weiter vorarbeiten und es wird leichter für die, die das helfend unterstützen.

 

Herr Kloft kann sich vorstellen, dass eine Online-Umfrage fertiggemacht und programmiert wird – das ist nicht das Problem – aber ergänzend. Wenn man z. B. einen Zukunftstag macht und das auch ankündigt (mit einem zeitlichen Rahmen) und dazu ein Konzept erarbeitet, welches ja für jede Einrichtung gelten kann, bekommen wir schon eine Vielfalt.

 

Frau Barschdorf: Wir brauchen das, was wir wollen und was rauskommen soll. Daraus entwickeln sich die Fragen und die Methoden. Aber der Grundgedanke muss erstmal da sein.

 

Frau Müller geht es darum: „Was will der Ausschuss wissen?“ Und diese inhaltlichen Schwerpunkte sollten wir festlegen.

 

Für Herrn Kloft stellt sich die Frage, ob das, was wir wissen wollen, für die Firma con_sens überhaupt Relevanz hat.

 

Herr Wulfänger: Das soll am 7.4. abgeklärt werden mit der Firma con_sens. 

 

Wenn viele Einrichtungen einbezogen werden, läuft es letztlich auf eine Befragung hinaus.

 

Frau Müller: Sicherlich, aber man kann feste Elemente mit kreativen Fragestellungen mischen und das wird dann entsprechend ausgewertet.

 

Für Herrn Kloft bedeutet das, dass wir uns hier auf inhaltliche Schwerpunkte festlegen, dann wird eine Methode gefunden, und wir einigen uns darauf, dass dies an möglichst vielen Standorten durchgeführt wird, um zu den Ergebnissen zu kommen. Hinterher wird ein Termin gesetzt, wo wir das Material zusammentragen.

 

Herr Müller würde unterschiedliche Methoden auf unterschiedliche Altersklassen anwenden wollen. Man müsste eine große Vielfalt in der Befragung finden und Havelberg, Stendal, Osterburg als Standort auswählen. Nach der Befragung könnte an den drei Standorten noch mal jeweils eine Beratung stattfinden und reflektiert werden, und jeder, der Interesse hat, kann dort hinkommen.

 

Herr Kloft ist nicht der Meinung, dass eine nochmalige Beratung benötigt wird. Wenn für die, die mitmachen wollen, an jedem Ort eine vernünftige Umfrage getätigt wird, haben wir ja eine Basis.

 

Herr Neumann bemerkt, dass wir nicht nur in Jugendeinrichtungen gehen sollten, denn wir wollen ja auch diejenigen erreichen, die gar nicht diese Möglichkeit haben.

 

Deswegen, meint Herr Kloft, wäre es in Ordnung, auch in die Schulen zu gehen. Man muss dem Schulkollegium vermitteln, wie wichtig diese Sache ist, damit ein paar Stunden zur Verfügung gestellt werden, oder man nutzt nachmittags die Freizeit in der Schule.

 

Herr Neumann würde die Berufsbildenden Schulen mit einzubeziehen.

 

Frau Barschdorf würde das an einem Tag in allen verschiedenen Stützpunkten durchziehen wollen.

 

Herr Kloft: Man muss aber bedenken, dass es achtjährige, zehnjährige und 16jährige Kinder und Jugendliche gibt – das muss man mit berücksichtigen.

 

Herr Wulfänger fragt noch mal genau nach: Sehe ich das richtig, dass es auf fruchtbaren Boden fällt, dass wir das in vielen Einrichtungen machen und dass die Beteiligten, die jetzt hier am Tisch sitzen, das in ihren Einrichtungen auch machen würden?

 

Frau Schulz würde lieber in die Schulen gehen, weil man in den Schulen die ganzen Leute trifft, nicht nur die, die in die Einrichtungen kommen.

 

Frau Müller würde über die Schiene Schulsozialarbeiter gehen. Fast alle Schulen haben Schulsozialarbeiter, und wenn mal eine Schule nicht dabei ist, ist das nicht schlimm. Wir benötigen nur einen  repräsentativen Querschnitt.

 

Frau Schmidt erläutert: Aus der Erfahrung der Schulsozialarbeit hat das eine große Chance. In allen eingereichten Konzepten steht, dass die Jugendarbeit befördert werden muss. Schulsozialarbeit agiert auch nachmittags, wenn Lehrer nicht mehr da sind. Und wenn wir die Schulsozialarbeiter mit ins Boot holen, haben wir auch kompetente Leute, die das in der Schule tun können und das auch langfristig mit Kindern vorbereiten können. Und die Schulsozialarbeiter beherrschen in der Regel auch die Methoden. Es gibt auch ein Netzwerk Schulsozialarbeit, die arbeiten auch alle miteinander.

 

Herr Neumann: Es müsste ein Antrag an das Staatliche Schulamt gestellt werden, dann könnte man das theoretisch mit in den Unterricht einbauen; die Schulen haben tolle Computerkabinette, dann könnte  das Ergebnis schnell vorliegen.

 

Für Herrn Janas wäre wichtig, jetzt das Inhaltliche zu besprechen; das Organisatorische könnte später kommen.

 

Herr Kloft regt an, wenn in der Schule, dann die persönliche Kommunikation bevorzugen im Vergleich zur Online-Befragung. Das wäre nur eine zusätzliche Möglichkeit.

 

Herr Wulfänger hat folgende Anmerkung: Wenn das Ding nachmittags in der Schule durchgeführt wird, grenzen wir die Fahrschüler schon wieder aus. Und wie beteiligen wir die Familien?

 

Frau Kraemer: Es gibt den Sozialkundeunterricht, da könnte man das einbauen, dass sich die Kinder mit ihrer eigenen Zukunft beschäftigen.

 

Frau Müller ist der Meinung, die Familien separat zu behandeln. Wir sollten uns darauf orientieren, dass wir die Betroffenen zur Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit erreichen, und das sind die Kinder und Jugendlichen.

 

Herr Wulfänger: Kommen wir zu den inhaltlichen Punkten. Hier kann man im alten Jugendhilfeplan noch mal blättern.

 

Herr Neumann hat ein Muster eines Fragebogens von einem Träger und gibt aus diesem Beispiele bekannt.

 

Frau Müller schlägt vor, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die die Fragen kreativ zusammenträgt und einen Fragenkatalog erarbeitet. Dieser Katalog könnte dann per e-mail an alle weitergeleitet werden.

 

Dieser Vorschlag wird angenommen. In dieser AG arbeiten mit: Herr Neumann, Frau Tews, Frau C. Schulz, Frau Barschdorf und Herr Kloft. Nächste Zusammenkunft dieser AG ist der 26.03.2015 um 13.30 Uhr im Raum 150.

 

Frau Wolf-Köppe spricht noch mal die jungen Familien an. In den Jugendeinrichtungen haben wir jetzt auch ganz junge Muttis – auch die müssten sich in dem Fragenkatalog wiederfinden.

 

Frau Barschdorf bringt auch noch das Jobcenter ins Spiel, da laufen in diesem Jahr unwahrscheinlich viele Maßnahmen für junge Familien. Es gibt Selbsthilfegruppen, junge Muttis mit Kindern usw. Wir müssen gucken, ob es einen Extrateil für junge Familien gibt oder ob wir das in den Fragebogen integrieren.