Zusatz: Geschäftsführer Martin Arndt

Geschäftsführer Martin Ahrndt und Hauptbuchhalterin Birgit Maaß geben Einblicke in das moderne Unternehmen mit 31 Beschäftigten sowie 3 Auszubildende. In diesem Jahr wurde zum 1. Mal kein Azubi eingestellt. Die wenige Auswahl des Nachwuchses wird schwieriger.

Die Agrargenossenschaft Krevese-Drüsedau investierte rund 3,5 Millionen Euro in ihren Standort.  Zum Bestand gehören ca. 700 Kühe sowie 1400 Nachzucht-Rinder.

Zur Agrargenossenschaft gehören 2000 ha Gesamtfläche davon ca. 500 ha Grünland.

Die 400 KW Biogasanlage und die Milchkühe arbeiten wirtschaftlich. Die Abwärme der Biogasanlage wird z.B. für die Sozialräume der Mitarbeiter genutzt.

Um modernen Standards zu genügen, wurde in ein Melkkarussell mit 40 Plätzen und einem Milchtank von 30.000 Liter investiert. Die Agrargenossenschaft setzt auch auf den Anbau von Getreide, Mais und Raps. Täglich werden rund 14000 Liter Milch produziert und man sieht wie andere Erzeugerbetriebe den aktuell niedrigen Milchpreis kritisch.

Der Bau der A14 geht  direkt am Gelände des Unternehmens vorbei. Durch den Ost/West-Querschnitt der Betriebsfläche mit einer Länge von 10 Kilometern gehen durch den Bau der Autobahn ca.100 ha Fläche verloren. Hinzu kommen die erschwerten Bewirtschaftungsverhältnisse. Die Flächen sind schwerer erreichbar.

Ein großes Lob richtet der Geschäftsführer an das Bauordnungsamt des Landkreises Stendal. Sachliche Absprachen, kurze Wege und möglich machen was möglich ist – so beschreibt er die positive Zusammenarbeit.

Am Ende des Rundganges steht Herr Ahrndt den Ausschussmitgliedern für Fragen zur Verfügung.

Herr Hauke möchte gern wissen, ob zusätzliche Arbeitskräfte für die Maisernte eingesetzt werden?

Herr Ahrndt gibt an, dass die Ernte nur von den angestellten Mitarbeitern eingebracht wird und keine zusätzlichen Arbeitskräfte zum Einsatz kommen.

Herr Riemann spricht noch einmal den durch den A14 Bau auftretenden Flächenverlust in Höhe von 100 ha an und fragt die Ausschussmitglieder nach der Einflussnahme. Was kann der Landkreis tun, um dem wirtschaftlichen Nachteil der Betriebe entgegenzuwirken. 

Herr Hauke fragt nach einer Entschädigung für die abzutretende Fläche.

Herr Ahrndt bestätigt die Zahlung einer Entschädigung, jedoch wiegt diese den wirtschaftlichen Verlust nicht auf. Erschwerend kommt hinzu, dass keine weiteren Flächen im Umkreis erworben werden können. Herr Ahrndt bittet den Landkreis um Hilfestellung bei der Prüfung der Möglichkeit eines Flächenaustausches über die Bodenverwertungs-und -verwaltungs GmbH (BVVG).

Herr Trumpf dankt Herrn Ahrndt für die interessante Führung und Einblicke in das moderne Unternehmen.