Zusatz: BE: Hr. Schorlemmer (untere Denkmalschutzbehörde)

Herr Schorlemmer, Sachbearbeiter der unteren Denkmalschutzbehörde, berichtet über das Thema Backsteingotik in der Altmark.

Er zeigt anhand einer PowerPoint-Präsentation Bilder von Bauwerken der Backsteingotik aus der Altmark, insbesondere aus dem Landkreis Stendal. Einführend gibt Herr Schorlemmer einen Überblick zur Historie der Backsteingotik und zur Herstellung der Backsteine. Herr Schorlemmer berichtet, dass der Kirchenkreis Stendal, der fast deckungsgleich mit dem Landkreis Stendal ist, die höchste Anzahl an Kirchen in ganz Deutschland hat, was als Alleinstellungsmerkmal angesehen werden kann. Dazu zählen die mittelalterlichen Feldsteinkirchen sowie die Backsteinkirchen. Der älteste Backsteinbau nördlich der Alpen, der auch als regionaler Initialbau gesehen werden kann, ist die Klosterkirche Jerichow. Herr Schorlemmer ist der Ansicht, dass die Städte Stendal und Tangermünde an Bauten der Backsteingotik mehr zu bieten haben, als manche große Ostseestadt, nicht nur im sakralen Bereich, sondern auch im profanen Bereich, wie z.B. die Stadtmauer in Tangermünde oder die Stadttore in Stendal. Der Landkreis bzw. der Tourismusverband Altmark macht seiner Auffassung nach bislang zu wenig aus diesem Potenzial. Andere Städte Norddeutschlands, wie z.B. Stade, Lübeck oder Lüneburg, die deutlich weniger Backsteinbauten haben, machen mehr daraus.

Herr Schorlemmer berichtet, dass die Hansestadt Stendal Mitglied in der europäischen Route der Backsteingotik ist und auch sehr viel ausweist. Er ist der Meinung, dass der Landkreis bzw. der Tourismusverband Altmark eine einheitliche Beschilderung einführen könnten.

Herr Staudt bedankt sich bei Herrn Schorlemmer und weist darauf hin, dass die Stadt Tangermünde auch Mitglied der europäischen Route der Backsteingotik ist und auf der Titelseite von ca. 80.000 Exemplaren abgedruckt wurde. Er stimmt Herrn Schorlemmer zu, dass zu diesem Thema viel mehr gemeinsame Werbung betrieben werden muss. Dazu könnte das bereits existierende „Städtedreieck“ genutzt werden. Herr Staudt berichtet, dass die Klosterkirche Jerichow jährlich ca. 30.000 Besucher hat.

Herr Staudt bedankt sich bei Herrn Schorlemmer mit sehr lobenden Worten.

Herr Michaelis meldet sich zu Wort. Er verweist auf das Thema Backsteingotik im Kreisentwicklungskonzept (KEK). Ein Telefonat mit Frau Schön vom Landestourismusverband hat ergeben, dass aus den historisch gegebenen Themen „Romanik, Hanse, Backsteingotik“ mehr gemacht werden sollte. Die Altmark ist eine Region der Backsteingotik, die verbunden mit der größten Kirchendichte, als Alleinstellungsmerkmal zu sehen ist. Der Beitritt von Tangermünde in die europäische Route der Backsteingotik ist aus der Erstellung des KEK entstanden.

Die Kurzfassung des KEK ist nun fertig erstellt.

Frau Theil weist auf die Dringlichkeit hin, die Kräfte im Tourismusbereich zu bündeln. Auch der Landestourismusverband kann in dem Bereich etwas leisten.

Herr Staudt betont erneut, dass eine Bündelung sowie eine gemeinsame Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden sehr wichtig sind.

Herr Schorlemmer gibt den Hinweis, dass die sächsische Landeskirche bereits die Kirchenbauten einheitlich kennzeichnet und die Ausstattungsgegenstände mit QR-Codes versieht. 

Herr Staudt leitet zum nächsten Tagesordnungspunkt über.