Herr Prange  erkundigt sich nach der Prioritätenliste der  EU- Schulbaufördermittel und ob die Fördermittelbescheide dafür schon vorliegen.

 

Die Fachausschussmitglieder berichten, dass es darüber bereits im März 2009 Veröffentlichungen gab.

 

Frau Theil  spricht noch einmal an, dass es in Sachsen- Anhalt  37 Förderanträge von Schulen gab, für die 90 Mio € zur Verfügung gestellt werden sollen.

 

Für den Landkreis Stendal sind davon 4 Objekte partizipiert:

 

Sekundarschule“ Am Weinberg“ Havelberg mit           5,00 Mio

Grundschule Bismark                                   mit           1,67 Mio

Grundschule Tangerhütte                            mit            2,37 Mio

Grundschule Seehausen                             mit            1,59 Mio

Gesamt                                                                       10,63 Mio

 

Damit hat der Landkreis von den insgesamt 90 Mio für den ersten Vergabezeitraum einen Anteil von 10,63 Mio ( rund 12 % ) erhalten. Andere Landkreise, wie z.B. der Altmarkkreis Salzwedel , sind sehr enttäuscht, da sie nur 2 Schulen gefördert bekommen.

 

Ausschlaggebend für die Entscheidung war für alle Schulen das pädagogische Konzept.

Da die Sekundarschule Osterburg bisher leer ausging, soll noch einmal  die 2. Antragsphase von September-November 2009 genutzt werden.

Dazu muss das pädagogische Konzept intensiv überarbeitet werden, was der Schule bewusst ist. Der Kreistag müsste dazu auch noch einen Beschluss fassen.

 

Die 37 Anträge der Schulen wurden nach einem Punktekatalog  bis 100 Punkte bewertet.

Einige der Schulen hatten dabei sehr gute Konzepte und konnten 75- 98 Punkte erreichen.

 

Frau Braun dankt Frau Theil für die Ausführungen und dem Amt für den großen Einsatz bei der Antragstellung auch in Zusammenarbeit mit den Verwaltungsgemeinschaften.

 

Herr Zimmermann fragt im Auftrag von Herrn Oeberst an, ob die jetzige auferlegte Haushaltssperre Auswirkungen auf die Beschaffung von Unterrichtsmitteln hat.

 

Frau Dr. Bergmann antwortet darauf, dass alles das, was möglich ist, auch getan wird.

Die Schulen sollen vorrangig im 2. Schulhalbjahr berücksichtigt werden. Allerdings besteht die Hoffnung, dass die Haushaltsperre dann auch aufgehoben wird.

 

 Frau Braun bezeichnet die Beschaffung von Unterrichtsmitteln als kommunale Pflichtaufgabe und die Haushaltssperre darf ihrer Meinung nach hier nicht greifen.

 

Frau Theil entgegnet darauf, dass die Haushaltssperre durch den Landrat erlassen wurde und dass die Gruppen 5 und 6 dort mit betroffen sind. Es handelt sich hierbei im Einzelplan 2 um eine Summe von 56.000 €.

 

Frau Braun schlägt vor, den Part der Beschaffung von Unterrichtsmitteln für Schulen aus der Haushaltssperre herauszunehmen, und die 56.000 € nicht einzusparen.

Gerade jetzt zu den Wahlen sind eingesetzte Mittel für die Bildung die beste Investition.

 

Über Frau Theil wird die Empfehlung des Fachausschusses  an den Landrat gegeben, die Mittel konsequent einzusetzen und auszugeben.

 

Die Mitglieder des Fachausschusses sind 1- stimmig dafür.

 

Frau Schwarz bedankt sich für das Rederecht  im Fachausschuss in dieser Legislaturperiode.

Der unermüdliche konstruktive Gedankenaustausch hat ihre Arbeit als Kreiselternratsvorsitzende auf jeden Fall  sehr gefördert.

 

Frau Braun gibt diesen Dank zurück.

Ebenso dankt sie allen anderen für die guten Beiträge und die sachkundige Mitarbeit.

Sie wünscht sich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit und alles Gute für die Zukunft.

 

Frau Dr. Bergmann verweist noch auf das ausgereichte Material zur Eingangsklassenbildung  für die Klassenstufe 5 im Schuljahr 2009/10.

Dabei beträgt der Übergang von der Grundschule zur Sekundarschule 58,0% und der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium 42,0 %.

Außerdem weist sie darauf hin, dass die Genehmigungen zur Bildung der 1. Klassen für die Grundschulen Krüden,  Groß Garz und Werben eingegangen sind.

 

Desweiteren gibt sie den aktuellen Stand für die weitere Beschulung der Kinder aus der Förderschule Tangerhütte bekannt.

Der Kreistagsbeschluss zur Schließung der Förderschule für Lernbehinderte „Rosa Luxemburg“ in Tangerhütte zum 01.08.2009 als eigenständige Schule ist am 23.04.09 erfolgt und die Elternversammlungen sind abgeschlossen. Inzwischen haben sich auch alle Kinder und Eltern entschieden, in welche Schule sie gehen wollen.

 

Ab dem Schuljahr 2009/10 bzw. 2010/11 bestehen hier folgende Möglichkeiten:

-Schulbesuch an der Grundschule Tangerhütte in Integrationsklassen- und/oder 

  Kooperationsklassen in Tangerhütte

-Schulbesuch im Gemeinsamen Unterricht an der Heimatschule

- Integration der Sekundarstufe in die Sekundarschule „W. Wundt“ Tangerhütte

- direkte Beschulung an der Förderschule für Lernbehinderte „Pestalozzi“ Stendal

 

Frau Dr. Greve vom Kultusministerium informierte ferner, dass folgende Grundschulen die Genehmigung zur Bildung von Integrationsklassen  erhalten werden:

 

· Grundschule Tangerhütte

· Grundschule Havelberg

· Grundschule Seehausen

· Grundschule Bismark

· Grundschule „Nord“ Stendal

 

Die Grundschulkinder werden im wesentlichen an der Grundschule Tangerhütte in Integrationsklassen unterrichtet.

 

Alle Klassen ab Klassenstufe 5 verbleiben noch 1 Jahr im Gebäude der Förderschule „Rosa Luxemburg“ Tangerhütte, allerdings als ausgelagerte Klassen der Förderschule für Lernbehinderte „Pestalozzi“ Stendal. Die Weiterbeschulung nach den schon dargestellten Varianten wird mit dem Kultusministerium und dem Landesverwaltungsamt im Schuljahr 2009/10 geklärt.

Mit dieser Lösung sind alle Betroffenen einverstanden.

 

Frau Braun ist gespannt darauf, ob dieses „Modellprojekt“ funktionieren wird.

 

Da es keine weiteren Anfragen und Hinweise gibt, beendet Frau Braun den öffentlichen Teil der 46. Sitzung des Fachausschusses.