Herr Wiese hat die Frage, ob es Neuigkeiten zum Milzbrand-Ausbruch gibt?

 

Herr Wulfänger bezieht sich auf die heutige Publikation in der Presse. Das ist der aktuelle Stand. Seit Sonnabend früh gibt es in der Rinderherde keinen neuen Todesfall mehr. Nach der Verordnung zum Schutz gegen den Milzbrand gilt der Milzbrand als erloschen, wenn bei den übrigen Tieren innerhalb von 14 Tagen nach Beseitigung der seuchenverdächtigen Tiere keine Anzeichen festgestellt werden, die auf Milzbrand hinweisen. Alle Kontaktpersonen wurden vorbeugend mit einem Antibiotikum versorgt. Gestern trafen sich Fachleute verschiedener Einrichtungen und Fachbereiche zu einer Expertenrunde auf der durch Milzbrand-Bakterien kontaminierten Weide in der Nähe von Wahrenberg. In dem betroffenen Gebiet wurden für weitere Untersuchungen Bodenproben entnommen und Pflanzenteile eingesammelt. Untersucht werden sie im Friedrich-Löffler-Institut Wusterhausen. Erste Ergebnisse sind in etwa zwei Wochen zu erwarten. Sämtliche Flächen, auf denen eine Kontamination vermutet wird, werden tiefgründig desinfiziert. Das für die Desinfektion der kontaminierten Flächen benötigte Formaldehyd wurde inzwischen bestellt. Nach Lieferung des Mittels wird in den nächsten Tagen der Landwirt die Desinfektion vornehmen. Die Arbeiten werden von einem staatlich geprüften Desinfektor der Erzeugergemeinschaft Rind Sachsen-Anhalt überwacht. Die mittel- und langfristige Maßnahme ist, dass man auf der gut acht Hektar großen Weide nach der Ursache für die Infektion sucht. Die Wiese, auf der die Herde zum Zeitpunkt des Milzbrand-Ausbruchs stand, wird für mindestens drei Jahre für jegliche Art der landwirtschaftlichen Nutzung gesperrt. Ob dieser Zeitraum ausreicht, wird die Zukunft zeigen. Bei den 49 Personen, die unmittelbaren Kontakt zu den Kadavern hatten, wird die Antibiotikaprophylaxe weiter fortgesetzt. Keine dieser Kontaktpersonen zeigt bisher Anzeichen einer Erkrankung. Auch für Menschen gilt die angegebene Inkubationszeit von 3 bis 5 Tagen. Nach dem 12.07. hatte keine Person ungeschützt Kontakt zu den verstorbenen und lebenden Tieren der Herde bzw. zur Weidefläche. Somit kann man davon ausgehen, dass eine Infektion von Menschen nicht erfolgt ist.

 

Der Landrat möchte die offen gebliebene Frage der letzten Sitzung des KVPA beantworten. Die Frage von Herrn Berlin war, wer vorher die Reinigungsdienstleistungen für das Berufsschulzentrum Stendal durchgeführt hat? Die Reinigungsdienstleistung wurde bislang durch die Firma RSN Gebäudereinigung und Dienste GmbH mit Sitz in Magdeburg ausgeführt. Diese Firma hatte sich jetzt ebenfalls an der Ausschreibung beteiligt. Die Zuschlagserteilung erfolgte jedoch an die Firma gepe Gebäudedienste PETERHOFF GmbH aus Düren, die schon seit längerem eine Außenstelle in Magdeburg hat.