Frau Braun macht zum Top 5 folgende Ausführungen:

 

Der Jugendhilfeausschuss, als federführender Fachausschuss, hat in seiner Sitzung am 27.05.08 die Festlegung getroffen, dass sich  alle anderen Fachausschüsse des Kreistages Stendal an der politischen Diskussion beteiligen sollen. Es sollten Vorschläge erarbeitet werden, die dann gebündelt im Kreistag beraten werden.

 

Als Ausgangspunkt gilt die Mitteilungsvorlage mit der Drucksachennummer 404 sowie das Diskussionspapier zur Erarbeitung einer Strategie zur Bekämpfung der Kinderarmut im Landkreis Stendal (Stand 02.05.2008).

 

Frau Braun ist bestürzt über die Analyse die besagt, dass bei uns im Landkreis jedes 2. Kind von der Armut betroffen ist. Es geht nicht nur um die materielle Armut, sondern auch um den Ausschluss der betroffenen Kinder von sportlichen und kulturellen Aktivitäten.

 

Schlussfolgerung ist, dass sich alle Gedanken machen müssen, wie diese Entwicklung aufgehalten werden kann. Dazu führt sie insbesondere den §16 des SGB VIII – Jahrgang 2008 an (Anlage). Dieser sagt folgendes aus:„Müttern, Vätern, anderen Erziehungsberechtigten und jungen Menschen sollen Leistungen der allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie angeboten werden. Sie sollen dazu beitragen, dass Mütter, Väter und andere Erziehungsberechtigte ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können. Sie sollen auch Wege aufzeigen, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei gelöst werden können.“

 

Sie schlägt vor, die Familien nach dem oben genannten Paragraphen in der Erziehung der Kinder zu fördern, da dies im Landkreis Stendal zu wenig umgesetzt wird. Es sollte ein Netzwerk geschaffen werden, damit auch durch das Wirken des Jugendamtes die Unterstützung zielgerichtet beim betroffenen Kind ankommt.

 

Herr Janas schlägt vor, dass folgende Überlegungen intensiver beraten werden:

-         Kosten für Schulbücher

-         kostenfreies Schulessen

-         Fahrkostenzuschüsse bzw. Übernahme der Fahrkosten der Schüler in den 11./12 . Klassen/Berufsschüler

-         Überprüfung der Gebühren Kreisvolkshochschule, Kreismusikschule

-         Sportbeiträge

 

In diesem Sinne beteiligten sich an der weiteren Diskussion Frau Tüngler, Frau Köppe , Herr Dr. Kühn, Herr Noeske und Frau Theil. Insbesondere  wurde hier auch erörtert, dass es darauf ankommt, die tatsächliche Bedürftigkeit festzustellen.

 

Frau Braun fasst abschließend zusammen, dass die Eltern  einzubeziehen sind, wenn Projekte/Netzwerke entwickeln werden. Im Ergebnis der gesamten Diskussion müsste im Herbst das Jugendamt den Auftrag erhalten, den § 16 des SGB VIII umzusetzen.