Betreff
Bericht zum Ausbauzustand der Kreisstraßen einschließlich Bedarfsliste ab 2020
Vorlage
497/2018
Aktenzeichen
497/2018
Art
Mitteilungsvorlage

Inhalt der Mitteilung:

 

Der vorliegende Bericht soll einen Überblick zum Thema Kreisstraßen geben und Schwerpunkte der Straßen- und Brückenbauvorhaben für die nächsten Jahre benennen.

Der Landkreis hat 473 km Kreisstraßen. Im Landkreis gibt es außerdem 172 km Bundes- und 388 km Landesstraßen sowie Tausende km Gemeindestraßen und –wege. Die Kreisstraßen sind Zubringerstraßen (die den sogenannten unentbehrlichen Anschluss an das übergeordnete Netz darstellen) und Verbindungen zwischen den Dörfern. Deshalb ist das Straßennetz zersplittert und nicht durchgängig wie bei Bundes- und Landesstraßen. Insgesamt gibt es 107 verschiedene Kreisstraßen. Die längste Kreisstraße ist die K 1069 von Düsedau bis Kremkau mit 33 km. Die kürzeste Kreisstraße ist die K 1481 Zubringer von der Landessstraße L 30 nach Windberge mit 144 m. Von den 473 km befinden sich 393 km außerorts. An den Außerortsstraßen gibt es noch ca. 78 km Sommerwege (unbefestigte Randstreifen zum Ausweichen). Ca. 80 km teilen sich auf insgesamt 109 verschiedene Ortsdurchfahrten auf. 

 

Der Landkreis hat außerdem 370 Durchlässe und 48 Brücken. Die größte Brücke ist die ICE-Brücke bei Döbbelin, Stützweite 173 m (8 durch Pfeiler getrennte Brücken-Felder). Die kleinste Brücke hat eine Stützweite von 2,45 m und führt über einen Graben bei Jerchel. Es gibt geschätzt ca. 30.000 Straßenbäume und ca. 22.000 Leitpfosten. 50 km Radwege befinden sich straßenbegleitend an Kreisstraßen. Zusätzlich verlaufen 110 km Elberadweg durch den Landkreis, 254 km Altmarkrundkurs und 42 km Havel-Radweg, bei deren Unterhaltung der Landkreis unterstützend tätig wird.

 

Von den 473 km insgesamt vorhandenen Kreisstraßen wurden 173 km nach 1990 gebaut. Die meisten davon hat der Landkreis gebaut (ein Teil wurde dem Landkreis übertragen wie z.B. die B 188 alt mit den Orten Vinzelberg, Staats, Börgitz, Uchtspringe nach Fertigstellung der B 188 neu als Ortsumgehung in diesem Bereich). Von den 48 Brücken wurden 27 nach 1990 gebaut (darunter die 6 großen ICE-Brücken).

 

Für Straßen hat der Landkreis seit 1990 bis Ende 2017  57.450.471 € investiert, für Brücken  21.070.164 €. Insgesamt steht eine Investitionssumme von   78.520.635 € zu Buche. Von allen Kreisstraßen sind 300 km noch „alt“ , davon sind 234 km mit  1,- € bewertet, darunter 29 km Ortsdurchfahrten.

 

Allein in den Jahren 2014 bis 2017 wurden 40,5 km Straßen im Rahmen der Hochwasser-Schadensbeseitigung neu gebaut und zusätzlich 2 Brücken erneuert. Das waren insgesamt ca. 19 Mio. € an Investitionen. Zusätzlich wurden 2016 die Ortsdurchfahrten Bismark und Goldbeck fertiggestellt, eine Brücke bei Lichterfelde sowie 2 km im Zuge der Kreisstraße K 1070 in Richtung Industriegebiet und Zellstoffwerk neu gebaut. Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf ca. 3,5 Mio. €. Im Bereich Straßenunterhaltung wurde 2016 die Betonoberfläche der ICE-Brücke bei Hämerten für 230.000 € saniert. Pro Jahr wurden bisher ca. 400.000 bis 500.000 € für Straßenunterhaltung ausgegeben. 2017 und 2018 gab es eine Erhöhung des Budgets auf 970.000 bzw. 950.000 €. So konnten 2017 insgesamt 67.000 m² Oberflächenbehandlungen und eine Deckenerneuerung auf einer Länge von ca. 1 km ausgeführt werden.

 

Im Jahr 2018 soll eine weitere Oberflächensanierung bei einer ICE-Brücke, diesmal bei Döbbelin durchgeführt werden, geschätzte Kosten ca.300.000 €. In den Folgejahren sind dann noch 4 weitere ICE-Brücken zu sanieren (alle zwei Jahre eine). Auch Deckenerneuerungen werden in den nächsten Jahren immer wichtiger, denn viele Fahrbahndecken wurden in den neunziger Jahren gebaut und sind an der Verschleißgrenze.

 

13 Brücken müssen noch in den nächsten Jahren komplett neu gebaut werden, 8 weitere Brücken sind instand zu setzen. In diesem Jahr wird der dritte Bauabschnitt der K 1070 (Zufahrt zum Industrie- und Gewerbepark Altmark) hergestellt, die K 1186 von Cobbel nach Ringfurth ausgebaut und eine Brücke über die Cositte bei Dobrun im Zuge der K 1071 erneuert. Geplant sind weiterhin bis 2019 die Fortsetzung des Ausbaus der K 1070 zum Industriegebiet Arneburg (Zellstoffwerk) - 4. Bauabschnitt, der Ausbau der K 1036 von Hämerten nach Storkau und der Bau einer weiteren Brücke im Zuge der K 1071 nach Dobrun.

 

Die Finanzierung des kommunalen Straßenbaus ab 2020 steht noch nicht fest, doch im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten sollen weitere wichtige Ortsdurchfahrten und freie Strecken sowie Brücken gebaut werden.

 

Die beiliegende Tabelle enthält die Ausbauvorhaben, die mittelfristig bei gesicherter Finanzierung ausgeführt werden sollen.

Anlagenverzeichnis:

 

Anlage 1 – Straßen- und Brückenbaumaßnahmen ab 2020